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Absicherung Spannungseingänge
#1
Hallo Zusammen,

ich möchte - wie vermutlich die meisten - den SmartPi zur Überwachung meines Stromverbrauches im Haus nutzen.
Der Zählerkasten ist bei mir im Keller, von dort aus teilt es sich aber auf, ein Sicherungskasten ist im Keller, der andere im Erdgeschoss.
Erfassen möchte ich natürlich den Gesamtverbrauch, daher würde ich am liebsten direkt nach dem Zähler die Stromzangen auf die Einzeladern hängen (dort komm ich auch ran).
Theoretisch käme ich dort auch an die Phasen, damit wären sie aber nur über die Hauptsicherungen (=35A) abgesichert, das erscheint mir aber als unsinnvoll.

Leider vermisse ich in der Beschreibung & den FAQs aber jegliche Hinweise zur sinnvollen Absicherung.

Ich könnte natürlich die Phasen vom naheliegenden Sicherungskasten hinter den Automaten abgreifen, aber 1. ist dann die Verdrahtung unsauberer und 2. erscheint mir selbst dann die Absicherung für so eine "kleine Platine" recht hoch (immerhin 3*16A).

Vielleicht mach ich mir zu viele Gedanken dazu, aber was ist dazu eure Empfehlung? Vermutlich gibt es dazu ja eine Auslegung?


Ich hätte jetzt mal spontan über WAGO-Klemmen mit G-Sicherungseinsatz nachgedacht:
https://www.wago.com/de/reihenklemmen/2-.../p/282-122

Meiner Meinung nach sollte eine Absicherung mit ein paar Hundert mA ja vermutlich ausreichen?

Danke und Grüße,
Andi
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#2
Hallo Andi,

die Absicherung mit 3x16A ist in der Tat sehr hoch. 
Auf der 1. Phase fließt maximal ein Strom von 315 mA (durch die Stromversorgung des SmartPis), auf den beiden anderen Phasen sollte eigentlich überhaupt kein Strom fließen. Hier sind also durchaus 20mA ausreichend. Von daher bist du mit ein paar 100mA gut bedient.

Viele Grüße Jens
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#3
Hallo Jens,

danke für die Antwort!

Vielleicht wäre es sinnvoll dies auch noch einmal in der Anleitung anzumerken und ggf. gleich ein mögliches Produkt zur Absicherung zu empfehlen (oder gar anzubieten)?
Meiner Meinung nach steht vermutlich so gut wie jeder Benutzer vor diesem Problem - wer hat schon an jeder Phase eine Absicherung kleiner 16A.


Viele Grüße,
Andi
Reply
#4
Unter dem Begriff "Inlinesicherung 230V AC" findet sich schon einiges.
Aber.
Nicht alles wäre richtig.
Die typischen "12-24V = Leitungs-/Adersicherungen mit Dreh-Rast und dann einsetzbarer Feinsicherung in transp. weiß oder schwarz" sind nicht dafür geeignet ( aus dem Kfz/Lkw Bereich ) etc.
Die funktionieren auch, aber spätestens beim Sicherungswechsel trennt sich DAU vom wissenden. Die sind nicht für Spannung größer 48V~/120V= SELV/PELV ausgelegt ) und haben entsprechend keinen "Schutz vor ungewolltem berühren"
Die z.B. "Litlefuse" wären z.B. so etwas ( es gibt auch Gehäuseeinbau Sicherungshalter mit Löt-/Steck-"Kfz"anschlüssen, mit denen ist es auch möglich es korrekt umzusetzen. Andere Maße und zusätzliches isolieren der Löt-/Steckanschlüsse etc. sind dann gefordert ) und die Anschlussadern müssen so kurz wie möglich zum Sicherungselement sein ( vom Spannungsabgriff zum SmartPi Sicherungselement ) sein und min ein bis zu drei Aderquerschnittsklassen höher gewählt werden bis zum eigentlichen "Sicherungselement".
Das ist generell so zu Handhaben wenn die Vorsicherung von der die Spannungen abgegriffen wird, größer ist als die 100-500mA Vorsicherung zum Schutz des SmartPI und seiner Wechselspannungsmesseingängen.
Bei einer Vorsicherung von z.B. 16 A Typ B LS Automat oder gleichwertiger Schmelzsicherung, sollte diese min. und dann so kurz wie möglich bis zu dem "Einzelader-Sicherungselement" von dem es dann weitergeht zum Messwandlereingang des SmartPI's, ein Aderquerschnitt von min. 1.5mm² CU ( besser 2.5mm² ) eingehalten werden.
Bei 32 A Absicherung wären es schon min. 6/10mm² CU und bei 63A 10/16mm² CU, bei interner und kurzer Verdrahtung im Verteiler/Schaltschrank etc.

Es funktioniert auch wenn man sich nicht daran hält.
Wenn denn und dann, möchte ich nicht der sein der dann "erklären" muss gegenüber Versicherung und "betroffenen" warum es dadurch passiert ist.

Sind nur ein paar Infos und Tipps.
Könnten ja mit angegeben werden.

Gruß Heimar

Btw:
Mit PV-4/6mm² Leitung/Ader ist ein erhöhter Temperaturschutz gegeben und Schaden tut es nicht dieses zu Verwenden, wenn der Querschnitt wie schon o.g. angepasst  und ausreichend ist.
I.d.V. gab es meines Wissens nach auch noch speziell und Kurzschlussfeste Verdrahtung, das wäre dann schon top, wenn dem noch so ist.

UPPS und Edit am 03.06.2020 um ca. 19:45 Uhr.
Das ist nur eine Erweiterung und alternative Hinweisgabe zu dem schon und von anderen geschriebenen Vorgehensweise.
Zu bevorzugen ist eine z.B. Hutschinenmontage der Feinsicherungshalter so weit denn noch Platz im Verteilerschrank etc. ist.
Sollte es dann doch und "räumlich knapp werden" ist das was ich geschrieben habe zu beachten.
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